Aelyn’s eiserner Blick blieb starr auf den Händler gerichtet. Seine schwitzigen, von Schwielen bedeckten Hände zitterten bei diesem knisternden Augenkontakt nur noch mehr. Das feingliedrige, filigrane Kettenhemd, das er ihr entgegenhielt, rasselte immer lauter.
Sie musste es nicht aussprechen. Die Worte wanderten geräuschlos durch ihren trockenen Mund. Der vermeintlich gerissene und zuvor schmierig vorlaute Kerl wusste genau, welche Spannung sich zwischen ihnen aufgebaut hatte. Sie war deutlich spürbar und seine Verlegenheit unübersehbar.
Ein Krieger war vor Aelyns Augen mit der polierten Brustplatte des Schmieds aus dessen Langhütte stolziert. Scheinbar hatte der Handwerker versäumt, dass er das Rüstungsteil der im Voraus zahlenden Kriegerin versprochen hatte. Doch sie ahnte, dass er etwas gänzlich anderes im Sinn hatte, als sie über die für eine Kriegerin passende Rüstung gefeilscht hatten.
Nun also stand sie vor ihm.
Starr und reglos.
Anders als der schlotternde Schmied.
Herausfordernd trommelten ihre Fingerspitzen auf ihrer Armschiene. Aelyn blickte auf das dünne Oberteil, das von feinen und winzigen Kettengliedern sowie zwei schmalen Lederriemen gehalten wurde. Jene „Rüstung“, die er ihr angepriesen hatte.
„Ich bevorzuge etwas mit mehr Substanz“, meinte Aelyn trocken und durchbrach die peinliche, entstandene Stille ihre grünen Augen zu dünnen Schlitzen verengt und ihre hart verdienten Münzen zurück in ihren Beutel schiebend.